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Zweite ZNH-Reise nach Peking | November 2006

Mit zweistündiger Verspätung flogen wir direkt von München nach Peking. Dort erwartete uns die chinesische Reiseleiterin Shu Fang, welche uns während des gesamten Aufenthaltes sehr gut betreute. Sie versuchte uns jeden Tag einige chinesische Worte beizubringen. Am Ende der Reise waren wir in der Lage auf chinesisch Schnaps sowie Bier zu bestellen und uns ordentlich dafür zu bedanken.

Es gab so manche Verständigungsprobleme. Beispielsweise wollten Teilnehmer unserer Gruppe zwei Portionen Pommes bestellen: Sie deuteten also mit den Fingern (Daumen und Zeigefinger) eine "Zwei" an und haben dafür acht Portionen Pommes bekommen, da die Zahl Acht auf chinesisch so gedeutet wird ... das hat uns schon sehr belustigt.

Uns sind die sehr stark beleuchteten Eingänge aufgefallen. Dann fanden wir aber heraus, dass dies nur die Ausgangstüren waren -die Eingangstüren befanden sich ganz woanders ...

Peking selbst raubte uns bei der Ankunft wahrhaftig den Atem. Die Luft war so schlecht, dass es uns sehr schwer fiel durchzuamten. Die Dimensionen dieser Stadt mit ihren 17 Mio. Einwohnern haben uns zunächst erschlagen. Es gibt Hochhäuser soweit das Auge reicht, zehnspurige Straßen, endlose Autoschlangen und Menschenmassen, wohin man schaut. Nachts ist alles so beleuchtet, dass man sich an Las Vegas erinnert fühlt.

Die ganze Stadt war durch die damals bevorstehende Olympiade 2008 am bauen und renovieren. Wir mussten uns mit etlichen Baustellen arrangieren und unsere Fotos entsprechend gestalten.

Nichts desto trotz hat uns diese Kultur sehr fasziniert und wir haben die Besichtungs-touren (Kaiserpalast, Himmelstempel, Ming-Gräber, Chinesische Mauer, Lama-Tempel, Konfuzius-Tempel, Sommerpalast) sehr genossen und ließen uns mitreißen.

Durch das zumeist gute Wetter gab es hervorragendes Licht und wir konnten wunderbar fotografieren. Viele von uns waren von der Kraft, die in diversen Tempeln zu spüren war, tief beeindruckt. Wir waren gleichermaßen erstaunt, wie viele junge Menschen diese Stätten aufzusuchen.

Es ist uns auch aufgefallen, dass sich Jung und Alt immer zusammengesellen – egal ob nachts auf Plätzen zum gemeinsamen Tai Chi oder auf der Mauer, die zum Teil nur kriechend erklommen werden kann. Die Jüngeren ziehen die Älteren einfach nach oben.

Der Fachtag war informativ, aber zum Teil sehr kurz gehalten. Wir hätten uns gerne noch länger in der Krankenhausapotheke aufgehalten, doch das war zeitlich leider nicht möglich, denn es stand ja noch die alte chinesische Apotheke sowie die Heilkräuterfarm auf dem Programm. Dazwischen gab es immer noch die Busfahrten durch Peking (auch immer ein Erlebnis: einerseits wegen all der Sehenswürdigkeiten, die uns Shu Fang immer erklärte und andererseits wegen der Fahrtüchtigkeit der Chinesen ...).

Den letzten Tag haben die meisten mit Einkaufen verbracht. Die Seidenstraße bot alles was das Herz begehrt – zu Preisen, die wir Europäer uns nicht einmal im Traum vorstellen können.

FAZIT UNSERER REISE:
Wir waren ALLE begeistert, wir können jetzt ALLE mit Stäbchen essen und wollen ALLE wieder nach China.